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5.2.2012 : 13:02 : +0100

Die Optimierung der Kleingewässer ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege und Entwicklung des Naturschutzgebiets Veengraben

Elektrobefischung zur Erhebung fischökologischer Daten
Renaturierung ehemaliger Fischteiche 2007
Extensive Beweidung einer Nassweide mit Mutterkühen

NSG Veengraben

Erlen-Bruchwald kennzeichnet das NSG Veengraben

 

Das Naturschutzgebiet Veengraben liegt im Nordwesten von Goch und hat eine Größe von 13,6 ha. Es wurde bereits 1982 unter Schutz gestellt. Seinen Namen verdankt es dem Veengraben, der das Gebiet von Süden nach Norden durchläuft. In seiner Niederung überwiegen Wälder und Gebüschformationen, die vielfach unterbrochen sind von Feuchtgrünland und Brachflächen sowie kleinen Stillgewässern (ehemalige Fischteiche) und zeitweilig wassergefüllten Flutmulden.

Besonders wertvoll sind die jahrzehntelang ungenutzten Eichenwälder mit hohem Anteil an Alt- und Totholz sowie die kleinen, aber weitgehend intakten Erlen-Bruchwälder. Hier wachsen noch eine Reihe von in Nordrhein-Westfalen gefährdeten Arten wie Sumpffarn (Thelypteris palustris), Steif-Segge (Carex elata) und Wasserfeder (Hottonia palustris).

Die Stillgewässer haben eine Schlüsselfunktion für Amphibien, Libellen und Kleinfische. Sie sind beispielsweise Lebensraum des Neunstachligen Stichlings und des in NRW gefährdeten Moderlieschens - zwei typische Besiedler pflanzenreicher Kleingewässer.

Im Rahmen des 2005 vom Naturschutzzentrum Kreis Kleve e.V. erarbeiteten Pflege- und Entwicklungskonzepts werden in den kommenden Jahren Schritt für Schritt Maßnahmen durchgeführt, die eine weitere Optimierung der Biotoptypen im Gebiet zum Ziel haben. Hierzu zählt u.a. die Umgestaltung ehemaliger Fischteiche. Durch Anlage von Flachwasserzonen und Abflachung von Steilböschungen werden günstige Voraussetzungen für die Entwicklung von Röhricht- und Wasserpflanzen geschaffen und damit auch bessere Lebensbedingungen für Kleinfische, Amphibien und Libellen.