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5.2.2012 : 13:00 : +0100

Kiesflächen, Magerwiesen und Wiesensingvögel kennzeichnen das NSG Hübsche Grändort

Kiesufer am Rhein
Wiesen-Salbei (Salvia pratensis)
Schafstelze auf Wiesen-Pippau (Crepis biennis)

NSG Hübsche Grändort

Salbei-Glatthaferwiese im NSG Hübsche Grändort mit einem Blütenmeer aus Wiesen-Pippau (Crepis biennis)

 

Das Naturschutzgebiet Hübsche Grändort liegt etwa 5 km südlich von Rees und umfasst eine Fläche von rund 135 ha. Es wurde 1992 unter Schutz gestellt. Aufgrund seiner Lage im Deichvorland ist es der natürlichen Überflutungsdynamik des Rheins unterworfen. Ausgedehnte Grünlandflächen bestimmen das Landschaftsbild. Daneben gibt es weitläufige, brachliegende Staudenfluren und kleinere Auwaldstreifen (Weiden-Auwald) sowie große Kiesflächen. Gerade ausgedehnte Kiesbänke sind landesweit inzwischen sehr selten geworden und stellen einen wichtigen Lebensraum für Arten dar, die auf Rohböden und Kies angewiesen sind, wie z.B. den Flussregenpfeifer. Auch eine Reihe besonders angepasster Pflanzenarten wie Hirschsprung (Corrigiola litoralis), Kleines Flohkraut (Pulicaria vulgaris) und Braunes Zypergras (Cyperus fuscus) wachsen hier.

Das Grünland wird überwiegend extensiv bewirtschaftet und kaum gedüngt. Deshalb haben sich in der Hübschen Grändort wieder blumenbunte Wiesen und Weiden entwickelt. Seltene Pflanzengesellschaften wie die Salbei-Glatthaferwiese oder die trockene, magere Weidelgrasweide bieten so bedrohten Wiesenvögeln wie Feldlerche, Wiesenpieper und Wiesenschafstelze einen wertvollen Lebensraum. Sie kommen hier noch in größerer Zahl vor (2008: Feldlerche: 17 Brutpaare; Wiesenpieper: 28 BP; Wiesenschafstelze: 28 BP).