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Die Blässgans ist der häufigste Überwinterungsgast am Niederrhein
Die weiße "Blesse" ist kennzeichnend für die Blässgans. Hinzu kommen die großen schwarzen Bauchabzeichen. Den Jungvögeln fehlen jedoch diese Merkmale. Die weiße Blesse entwickelt sich erst am Ende des 1. Winters bzw. im 1. Frühjahr. Die schwarzen Bauchflecken sogar erst im 2. Herbst.
Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein (DE-4203-401)
Das zweitgrößte nordrhein-westfälische Vogelschutzgebiet, das in wesentlichen Teilen mit dem gemeldeten RAMSAR-Gebiet "Unterer Niederrhein" übereinstimmt, erstreckt sich von der Walsumer Rheinaue im Süden bis zur niederländischen Grenze im Norden. Es umfasst die rezente Aue des Rheins (Deichvorland), teilweise aber auch, wie z.B. mit der Düffel große Flächen in der Altaue (Deichhinterland).
Das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. betreut große Flächen des Vogelschutzgebiets Unterer Niederrhein, da zahlreiche Naturschutzgebiete Teil dieses Gebiets sind. Hierzu zählen das NSG Altrhein Reeser-Eyland, das NSG Grietherorter Altrhein, das NSG Hetter-Millinger Bruch, das NSG Deichvorland bei Grieth, das NSG Bienerer Altrhein, Millinger und Hurler Meer, das NSG Abgrabunsgseen Lohrwardt und Reckerfeld, das NSG Salmorth, das NSG Hübsche Grändort und das NSG Sonsfeldsches Bruch Hagener Meer und Düne.
Die Bedeutung des Vogelschutzgebiets liegt insbesondere in der hohen Zahl an überwinternden arktischen Gänsen. Jahr für Jahr kommen bis zu 200.000 Saat- und Blässgänse zur Überwinterung an den Unteren Niederrhein. Die ausgedehnten Grünlandflächen sowie zahlreichen Gewässer (Altarme und Abgrabungsgewässer) in Kombination mit den meist milden Wintern bieten ihnen gute Voraussetzungen, die kalte Jahreszeit wohlbehalten zu überstehen. Auch für weitere Rastvogelarten wie Zwerg- und Singschwan, Pfeifente oder Bekassine u.a. ist das Gebiet sehr wichtig. Darüber hinaus hat es für seltene Brutvögel wie Flussseeeschwalbe, Trauerseeschwalbe, Teichrohrsänger und Löffelente landesweit besondere Bedeutung.




