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5.2.2012 : 13:15 : +0100

Der Erhalt von Kolken und Kiesufern ist ein wichtiges Schutzziel im FFH-Gebiet Dornicksche Ward

Großer Kolk.
Großer Kolk.
Kiesufer mit Wiesen-Alant (Inula britannica), einer typischen Stromtalpflanze.
Kiesufer mit Wiesen-Alant (Inula britannica), einer typischen Stromtalpflanze.
Wiesen-Alant mit Hummel.
Wiesen-Alant mit Hummel.

 

 

Der Hochwasserschutz wirft die Auwaldentwicklung immer wieder zurück!

Aus Gründen des Hochwasserschutzes werden turnusmäßig große Bereiche des Auwalds gefällt. Hierdurch wird die Entwicklung eines alt- und totholzreichen, gut strukturierten Auwalds beeinträchtigt.

Fällung des Auwalds im Herbst 2005.

FFH-Gebiet Dornicksche Ward (Kennziffer DE-4103-301)

Auwaldbereiche prägen das Bild der Dornickschen Ward am Rheinufer.
Auwaldbereiche prägen das Bild der Dornickschen Ward am Rheinufer.

 

Das FFH-Gebiet Dornicksche Ward ist ein regelmäßig überfluteter Weichholzauen- und Grünlandkomplex im Deichvorland zwischen Emmerich und Rees und hat eine Größe von 143 ha.

Es handelt sich um ein Gebiet mit typischen Elementen der Auenlandschaft. Hervorzuheben sind insbesondere verhältnismäßig große Weichholzauenbestände  sowie ein teilweise noch natürliches Relief des Vorlandes mit Flutrinnen und Kolken. Restbestände von Mähwiesen reichern die Biotopausstattung des Gebiets weiter an. Die Dornicksche Ward ist ein wichtiges Überwinterungsgebiet für Wasservögel. Bei Rheinhochwasser sind hier regelmäßig auch Sing- und Zwergschwäne anzutreffen.

Entwicklungsziel des FFH-Gebiets Dornicksche Ward ist der Schutz und die Entwicklung des Weichholzauenwalds, der Flussufer-Schlammfluren und die Sicherung der natürlichen Überschwemmungsdynamik. Gerade die Entwicklung des Auenwalds wird aber durch das turnusmäßige Fällen von großen Bereichen aus Gründen des Hochwasserschutzes immer wieder zurückgeworfen. Die Erhaltung und Entwicklung von Magerwiesen durch Extensivierung ist ein weiteres Teilziel in der Dornickschen Ward.

Grünland und Kopfbäume sind weitere typische Landschaftselemente des Gebiets.
Grünland und Kopfbäume sind weitere typische Landschaftselemente des Gebiets.