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5.2.2012 : 12:47 : +0100

Gut ausgebildete Wasserpflanzen-Gesellschaften prägen den Reeser Altrhein

Schwimmblatt-Vegetation
Schwimmblatt-Vegetation

Der seltene Bitterling lebt im Reeser Altrhein

Der Bitterling ist eine FFH-Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie und nutzt den Reeser Altrhein als Lebensraum.

Bitterling
Bitterling

Der Bestand an Wiesensingvögeln ist seit 2009 zusammengebrochen!

Auch aufgrund der zunehmenden Zahl an frei laufenden Hunden nimmt der Bestand der Wiesensingvögel seit Jahren ab und ist seit 2009 völlig zusammengebrochen. 2011 brütete wieder eine Wiesenschaftstelze im Gebiet.

Brutbestand der Wiesensingvögel seit 2003
Brutbestand der Wiesensingvögel seit 2003

FFH-Gebiet NSG Altrhein Reeser-Eyland, mit Erweiterung (Kennziffer DE-4204-303)

Der Altrhein Reeser-Eyland  - kurz Reeser Altrhein - bei hohem Wasserstand im Frühjahr
Der Altrhein Reeser-Eyland - kurz Reeser Altrhein - bei hohem Wasserstand im Frühjahr

 

Bei diesem FFH-Gebiet handelt es sich um einen Altrhein bei Rees mit Flussmeldenfluren und kleinen Resten eines Weichholzauenwalds sowie begleitenden Grünlandflächen.

Es repräsentiert einen für den Unteren Niederrhein gut erhaltenen Altrhein mit typischer Uferzonierung sowie gut ausgebildeten Wasserpflanzen-Gesellschaften und Röhrichten. Der Altarmkomplex ist Lebensraum für die seltenen Fischarten Rapfen und Bitterling. Auch fünf verschiedene Feldermausarten sind hier anzutreffen, darunter Breitflügel- und Rauhhautfledermaus.

Das Gewässer ist darüber hinaus Lebensraum für zahlreiche hier überwinternde Wasservogelarten, darunter vor allem Pfeifenten, aber auch Gänse- und Zwergsäger. Es ist Bruthabitat von Löffel-, Schnatter- und Knäkente.

Entwicklungsziel des Gebietes ist die Erhaltung und Optimierung einer naturnah strukturierten Rheinauenlandschaft, insbesondere der typischen Stromlandschaftselemente und die Sicherung der Überflutungsdynamik sowie die extensive Grünlandnutzung. Leider wird der nördliche Bereich des Reeser Altrheins in den letzten Jahren durch den zunehmenden Besucherverkehr und vor allem durch den starken Anstieg frei laufender Hunde immer mehr beeinträchtigt. Die Folge ist u.a. ein Rückgang an Wiesensingvögeln wie Feldlerche, Schafstelze und Wiesenpieper.