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Der Umbau der Dornicker Schleuse bedeutete eine entscheidende Verbesserung für die Fischfauna des Bienener Altrheins
1998/1999 wurde die Dornicker Schleuse mit einer Fischtreppe versehen, um so den Fischen eine zeitweilige Durchwanderbarkeit in den Grietherorter Altrhein und damit letztlich in den Rhein zu ermöglichen. Dies ist deshalb von Bedeutung, da viele Arten den Bienener Altrhein zum Laichen aufsuchen, während die Jungfische wieder in den Rhein abwandern, um dann wenige Jahre später ihrerseits wieder zum Ablaichen zurückzukehren.
FFH-Gebiet NSG Bienener Altrhein, Millinger und Hurler Meer und NSG Empeler Meer (Kennziffer DE-4104-302)
Der Bienener Altrhein, das Millinger, Hurler und Empeler Meer stellen zusammen eines der letzten gut erhaltenen Altwassersysteme am Niederrhein dar. Hier lässt sich die Vegetationszonierung nährstoffreicher Stillgewässer in nahezu unbeeinträchtigter Form finden. Ausgedehnte Schwimmblatt- und Röhrichtzonen werden von verschiedenen, z.T. sehr seltenen Pflanzengesellschaften aufgebaut. Manche Uferbereiche werden zudem von Weichholzauenwald eingenommen.
Der Gebietskomplex dieses FFH-Gebiets zeichnet sich insbesondere durch die einzigartig strukturierten, gut erhaltenen Altwässer verschiedener Altersstadien aus. Auch den noch vergleichsweise gut ausgebildeten Weichholzauenresten kommt eine hohe Bedeutung zu. Schon allein aufgrund des Brutvorkommens der äußerst seltenen Trauerseeschwalbe besitzt das Gebiet herausragende Bedeutung. Außerdem sind die Gewässer nicht nur wichtige Ruhe- und Nahrungshabitate für die hier überwinternden Gänse sowie zahlreiche weiter Wasser- und Watvogelarten. Sie sind überdies Lebensraum für zahlreiche seltene Fischarten darunter Groppe, Flussneunauge, Steinbeißer, Rapfen und Bitterling.
Neben der Verbesserung der Gewässerqualität und der Auendynamik sowie der Extensivierung der Grünlandnutzung kommt der Anlage von Gewässerrandstreifen und der Auenwaldentwicklung im Gebiet eine zentrale Rolle zu. Weitere Ziele sind die Förderung der Röhrichte sowie des Feuchtgrünlandes. Ebenso bedeutsam ist der Erhalt des einzigen in NRW bestehenden Brutplatzes der Trauerseeschwalbe.




