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5.2.2012 : 13:13 : +0100

Saat- und Blässgänse überwintern im FFH-Gebiet Grietherorter Altrhein

Blässgans im Flug - die dunklen Bauchstreifen kennzeichnen sie.
Blässgans im Flug - die dunklen Bauchstreifen kennzeichnen sie.
Saatgans im Schnee - typisch ist der gelbschwarze Schnabel.
Saatgans im Schnee - typisch ist der gelbschwarze Schnabel.

 

 

Bei Schnee muss die Nahrung mühselig gesucht werden

Im Schnee scharrende Blässgans - nur so gelangen sie an die begehrten Grashalme.
Im Schnee scharrende Blässgans - nur so gelangen sie an die begehrten Grashalme.

FFH-Gebiet NSG Grietherorter Altrhein (Kennziffer DE-4203-303)

Auch im Winter schön - der zugefrorene Grietherorter Altrhein.

 

Das FFH-Gebiet NSG Grietherorter Altrhein umfasst einen naturnahen Auenkomplex mit Altrhein bei Grietherort auf der östlichen Rheinseite. Das Gebiet zeichnet sich durch seine Lage vor der Deichlinie aus. Hierdurch profitiert es von der Überflutungsdynamik des Rheins und wird bei Hochwasser überschwemmt. Weitere bedeutende Gebietselemente sind einige Auwaldreste sowie ausgedehnte Grünlandflächen, die teilweise extensiv bewirtschaftet werden und ein naturnah renaturierter, zeitweise rheinangebundener Abgrabungssee südlich des Altrheins.

Das Gebiet stellt für den unteren Niederrhein einen repräsentativen, noch rheinangebundenen, großen Altrhein mit typischer Schwimmblattvegetation dar. Der Altrhein beherbergt signifikante Vorkommen von Rapfen und Bitterling. Des weiteren tragen Schlammpionierfluren und ausgedehnte feuchte Hochstaudenfluren zur Strukturvielfalt bei. Das Gesamtgebiet ist Überwinterungsraum von Saat- und Blässgans und Brutgebiet für den Wachtelkönig.

Die Erhaltung und Optimierung des Altrheinkomplexes mit seinen Uferbereichen und den hier vorkommenden Röhrichten, Hochstauden- und Schlammpionierfluren stehen im Mittelpunkt der Naturschutzbemühungen. Zudem sind die Erhaltung und Entwicklung des Weichholzauenwaldes sowie die Extensivierung der Grünlandnutzung weitere Teilziele im Gebiet.