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2011 brüteten 33-35 Brutpaare der Trauerseeschwalbe an den von uns betreuten Koloniestandorten
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Bestand damit nochmals gesunken. Im Durchschnitt brüteten in den letzten Jahren zwischen 40 und 50 Paare am Bienener Altrhein sowie am Millinger Meer.
Der Bruterfolg war 2011 sensationell. Mit 1,6-1,7 flüggen Jungvögeln pro Brutpaar erreichten wir den besten Wert in der Geschichte des Artenschutzprojektes. Vor allem der geringe Verlust an Eiern trug zu diesem hervorragenden Ergebnis bei.
Aktuelle Bestandszahlen
Im Jahr 2011 brüteten auf den 140 ausgebrachten Flößen 33-35 Brutpaare der Trauerseeschwalbe. Damit ist der Brutbestand im Vergleich zum Vorjahr (37 Brutpaare) nochmals gesunken.
Es wurden vier Standorte mit Nistflößen ausgestattet (Bienener Altrhein: Köster und Praest, Millinger Meer und Reeserward). Am Standort Praest ließen sich 26-28 Brutpaare nieder, bei Köster waren es 3 Brutpaare und am Millinger Meer waren es 6. Der Standort Reeserward blieb erneut unbesiedelt. Insgesamt wurden 2011 von den Trauerseeschwalben 114 Eier gelegt. Aus diesen schlüpften 88 Küken von denen 57-59 flügge wurden. Der Bruterfolg liegt damit bei 1,6 - 1,7 Jungvögeln/Brutpaar [JV/BP]. Im Vergleich zum Jahr 2010 als der Bruterfolg bei 0,2 JV/BP lag, hat er sich sensationell erholt und liegt auf dem höchsten Wert den wir bisher erreichen konnten. Nur 1998 wurde ebenfalls ein Bruterfolg von 1,7 JV/BP erzielt.
Der schlechte Bruterfolg der Vorjahre ist zum einen auf den hohen Verlust an Eiern zurückzuführen, der - wie sich dieses Jahr herausstellte - vor allem durch Wellenschlag verursacht wurde. Mit Hilfe der Stöckmannstiftung aus Essen, die uns die Anschaffung von Fotofallen ermöglichte, konnten wir nachweisen, dass laichende Karpfen zwischen den Flößen für derartige Wellen sorgten, dass ohne den Ei-Rollschutz die Gelege mit Sicherheit verloren gegangen wären. Zum anderen spielten auch dieses Jahr wieder Fressfeinde eine Rolle. Am Standort Millingen erbeutete eine Waldohreule (nachgewiesen ebenfalls mit Hilfe von Fotofallen) in einer Nacht allein 10 Küken. Dies hatte aber nur eine geringe Auswirkung auf den Bruterfolg, da die betroffenen Brutpaare noch Nachgelege zeitigten
Die nachfolgende Grafik stellt den Trauerseeschwalben-Bestand 2011 an den vier Koloniestandorten Millingen (Millinger Meer) und Köster und Praest (Bienener Altrhein) und Reeserward dar.


