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Die Uferschnepfe - Wahrzeichen der Hetter
Die Uferschnepfe ist das Wahrzeichen der Hetter: Von Anfang April bis Ende Mai brütet sie in der ehemaligen Flussniederung. Als Bodenbrüter versteckt sie ihre Nester meist im hohen Gras.
Mit ihrem langen Schnabel und den langen Beinen ist die Uferschnepfe hervorragend an die Bedingungen in Feuchtwiesen angepasst. Ihre Nahrung besteht aus Würmern, Insekten und anderem Kleingetier, das sie aus dem weichen Boden zieht.
Von ehemals bis zu 180 Brutpaaren finden sich heute nur noch 30-40 Paare/Jahr in der Hetter ein. Dennoch ist sie wegen des Uferschnepfen-Bestandes ein Gebiet von internationaler Bedeutung.
FFH-Gebiet NSG Hetter-Millinger Bruch, mit Erweiterung (Kennziffer DE-4104-301)
Das FFH-Gebiet NSG Hetter-Millinger Bruch stimmt in weiten Teilen mit dem gleichnamigen Naturschutzgebiet überein. Es wird geprägt von Gräben durchzogenen, ausgedehnten Grünlandflächen unterschiedlicher Feuchte, sowie im östlichen Teil von Weißdorn- und Schlehenhecken, (Kopf-)Baumreihen und Einzelgebüschen. Bei Hochwasser der Hetterschen Landwehr, einem der drei Gräben, die entlang der niederländischen Grenze verlaufen, werden die benachbarten Flächen überschwemmt. Nach Rückgang des Hochwassers bleibt das Wasser in den tiefer liegenden Geländebereichen noch längere Zeit stehen und bildet flache Tümpel.
Die Hetter mit ihren Mähwiesen sowie den Landwehren mit ihrer Unterwasservegetation ist von gemeinschaftlicher Bedeutung. Das Gebiet ist wichtiger Rastplatz für Zugvögel und stellt für Wildgänse einen sehr wertvollen Überwinterungsraum dar. Aufgrund seiner etwas abgeschiedenen Lage ist die Hetter eines der am wenigsten durch menschliche Störungen beeinträchtigte Gebiet seiner Art in NRW. Die Feuchtwiesenniederung spielt zudem als Brut- und Nahrungsraum für Wiesen- und Watvögel - allen voran für die Uferschnepfe - eine herausragende Rolle.
Vorrangige Entwicklungsziele in der Hetter sind der Erhalt und die Entwicklung der extensiven Grünlandnutzung sowie der Überschwemmungsdynamik der grundwassernahen Standorte. Hierzu gehört explizit auch die Wiedervernässung inzwischen zu trockener Bereiche. Die Optimierung der Glatthaferwiesen (zweimalige Mahd/Jahr mit eventueller Nachbeweidung) und die Anlage von Kleingewässern zur Strukturanreicherung sind weitere Teilziele im FFH-Gebiet Hetter-Millinger Bruch.
Das Gebiet wird vom Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. gemeinsam mit der NABU-Naturschutzstation Kranenburg betreut.



