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5.2.2012 : 13:30 : +0100

Der Steinkauz ist ein klassischer Höhlenbrüter

Ausgehöhlter Kopfbaum
Ausgehöhlter Kopfbaum
Blick aus einer Steinkauz-Behausung auf eine "begehrte Wohnlage"
Blick aus einer Steinkauz-Behausung auf eine "begehrte Wohnlage"

 

Alte Kopf- und Obstbäume bieten zahlreiche Höhlen, die der Steinkauz als Nistplatz nutzt.

Wo der Steinkauz zu Hause ist

Obstwiesen sind ein wertvoller Lebensraum für den Steinkauz

 

Der Steinkauz hat eine enge Bindung an die niederrheinische Landschaft. Hier findet der kauzige Höhlenbrüter in den alten, knorrigen Kopfbäumen ausreichend Nistplätze und auf dem Grünland genügend Beutetiere (Mäuse, Käfer, Regenwürmer) vor.

Ein anderer wichtiger Lebensraum ist die Streuobstwiese, am Niederrhein auch Bongert genannt, die nicht nur gute Jagdmöglichkeiten, sondern gleichzeitig auch geeignete Höhlen (v. a. in alten Apfelbäumen) bietet. Der Höhlenreichtum von Kopf- und Obstbäumen ist Folge der regelmäßigen Schnittmaßnahmen, die Pilzbefall und Fäulnis begünstigen und schließlich zur Höhlenbildung führen. Manchmal nistet der Steinkauz auch in dunklen Nischen alter Gebäude (Scheunen, Ställe, Melkstände). Dies zeigt, dass er keineswegs die Nähe des Menschen scheut.