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18.5.2012 : 8:02 : +0200

Das NSG Bienener Altrhein, Millinger Meer und Hurler Meer ist der letzte verbliebene Brutplatz der Trauerseeschwalbe in Nordrhein-Westfalen

Trauerseeschwalbe im Prachtkleid
Ein seltenes Bild - vier Küken in einem "Wurf"

 

Die Trauerseeschwalbe war Anfang der 1990er auch am Bienener Altrhein verschwunden. Mit Hilfe eines Artenschutzprojektes ist es dem Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. gelungen, diese vom Aussterben bedrohte Art wieder anzusiedeln. Aktuell brüten wieder regelmäßig um die 50 Brutpaare am Bienener Altrhein sowie am Millinger Meer.

 

 

NSG Bienener Altrhein, Millinger Meer und Hurler Meer

Der Bienener Altrhein bei Abendstimmung

 

Das Naturschutzgebiet Bienener Altrhein, Millinger Meer und Hurler Meer besteht in seiner heutigen Form seit 1996 und hat eine Größe von 650 ha. Die erste Ausweisung eines Teilgebiets (Bienener Altrhein) erfolgte bereits 1968.

Schutzzweck ist

  • die Erhaltung und Entwicklung des Bienener Altrheins, des Millinger und Hurler Meeres sowie der angrenzenden Grünlandflächen als Brut-, Rast-, Mauser- und Überwinterungsplatz vor allem für Gänse, Schwäne, Enten, Watvögel, Trauerseeschwalben, Rohrsänger, sowie als Lebensraum für Wasserinsekten, Fische und Amphibien
  • die Erhaltung und Entwicklung des Bienener Altrheins, des Millinger und des Hurler Meeres mit deren gut ausgeprägten Verlandungszonierungen und deren offenen Wasserflächen als Lebensraum für die - teilweise bestandsgefährdeten - Pflanzenarten der Verlandungsgesellschaften
  • die Erhaltung und Entwicklung der bäuerlichen Kulturlandschaft des unteren Niederrheins mit ihren ausgedehnten Grünlandflächen, Kopfweiden und Hecken
  • die Erhaltung des Schleusengrabens als Verbindungsgewässer zwischen dem Millinger Meer und dem Bienener Altrhein
  • die Erhaltung des Bienener Altrheins, des Millinger und des Hurler Meres als eines der letzten Altrheinsysteme am Niederrhein