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18.5.2012 : 8:08 : +0200

Hochlandrinder als Landschaftspfleger an den Nuthseen bei Hommersum

Der Veenteich - einer der drei Teiche der Unteren Nuthseen
Schottische Hochlandrinder
Rindersuhle und stark kuppiges Gelände bieten eine Fülle von verschiedenen Kleinststandorten in der von Gehölzen gegliederten Landschaft

NSG Untere Nuthseen

NSG Untere Nuthseen - flach überstaute Nassweide im Zentrum des Gebiets

 

Das Naturschutzgebiet Untere Nuthseen liegt westlich von Goch unweit der holländischen Grenze und hat eine Größe von 16,5 ha. Es befindet sich im Einflussbereich der Niers, die wenige Kilometer weiter auf niederländischer Seite in die Maas mündet. Das Gebiet ist in eine überwiegend ackerbaulich genutzte Kulturlandschaft eingebettet und besteht zum einen aus einer dreigliedrigen Teichkette mit schmalen Verlandungsröhrichten und kleinen Grauweiden- und Erlen-Gebüschen. Zum anderen umfasst es eine Triftweide, die durch trockene Bereiche, Geländekanten, Böschungen und eine tiefliegende nasse Senke sehr unterschiedliche Standortbedingungen aufweist. Das bewegte Bodenrelief ist Resultat von zeitweiligem Lehmabbau, der vor mehr als 50 Jahren eingestellt wurde. Seitdem wurde das Gelände als Viehweide genutzt, bis es 1982 unter Naturschutz gestellt wurde.

Seit ca. 15 Jahren haben sich schottische Hochlandrinder (Highland Cattle) als ideale Weidetiere für den Erhalt des nährstoffarmen Grünlands bewährt.

Im Lauf der Jahrzehnte hat sich zudem auf der Weidefläche ein breites Spektrum von Gehölzstrukturen herausgebildet. Nicht nur uralte Kopfweiden und einige imposante Solitärbäume, sondern auch Schlehengebüsche, Weißdorn-Gestrüpp, Wildrosen-Sträucher und extrem verbissene, niedrige "Bonsai"-Dornsträucher untergliedern das Grünland und formen es zu einem parkähnlichen Landschaftsausschnitt.