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5.2.2012 : 13:26 : +0100
Extensiv genutzte Weide mit Feld-Mannstreu und anderen Trockenheitszeigern in den Wisseler Dünen (Kreis Kleve)

 

 

 

 

 

Standortansprüche

Bevor die Feld-Mannstreu ihre kniehohen, ausladenden Blütenstände entwickeln kann, vergehen einige Jahre. In dieser Zeit bauen zwei bis drei grob gesägte und dornig gezähnte Grundblätter eine tief reichende, mehrköpfige Wurzel auf. Die Feld-Mannstreu kann dadurch noch auf besonders trockenen Standorten gedeihen. Andererseits benötigen die derben, oberirdischen Organe aber langandauernde, intensive Sonnenbestrahlung. Die Pflanze verkümmert, wenn die Blätter durch hochwüchsiges Gras beschattet oder häufig abgeschnitten werden.

Die "Dummeldistel" ist optimal angepasst an trockene Geländepartien in beweidetem Grünland. Hier profitiert sie davon, dass das Weidevieh die umgebende Grasnarbe kurz hält, während sie selbst dank ihrer Dornigkeit verschont bleibt und das volle Sonnenlicht genießen kann.

Außer Sonne und einer gewissen Trockenheit benötigt die Feld-Mannstreu kalkreichen Boden und relativ warme Standortverhältnisse. Aufgrund dieser Ansprüche ist sie am Niederrhein streng an die basenreichen Lehmböden der ursprünglichen Rheinaue gebunden. Hier besiedelt sie sommerlich austrocknende Geländekuppen und Böschungen an vielen Stellen und wird manchmal sogar als Weideunkraut lästig, während sie schon wenige Kilometer weiter in Goch, Elten, Haldern oder Isselburg gänzlich fehlt.

Allgemeine Verbreitung

In Norddeutschland kommt die Feld-Mannstreu nur in den Stromtälern von Elbe und Rhein mit der unteren Lippe, im übrigen Deutschland in trocken-warmen Tieflagen vornehmlich entlang größerer Flüsse vor. Sie gilt deshalb als Stromtalpflanze und als Trockenheits- und Wärmezeiger.

In Europa reicht die Verbreitung nordwärts bis Südengland und Mittelrussland, die Hauptverbreitung liegt aber im Mittelmeergebiet bis Vorderasien.