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Erster Einsatz eines Elektrozauns zum Gelegeschutz
Im Rahmen des EU-LIFE-Projekts Wiesenvögel NRW konnte das Naturschutzzentrum zum ersten Mal einen Elektrozaun einsetzen, der ein Gelege des Brachvogels schützen soll.
Im hohen Gras sind bodenbrütende Vögel für Menschen nur sehr schwer zu finden. Fressfeinde wie Fuchs, Marder oder streunende Katzen haben aber einen guten Geruchssinn und finden damit auch gut verstecke Beute. Der Elektrozaun soll helfen, die Gelege selten gewordener Vogelarten zu schützen. Während Fuchs und Co. draußen bleiben, sind die Elektrolitzen so angeordnet, dass die Vögel rein und raus können.
Wir verwenden einen leicht aufzubauenden Zaun, der für Einzelgelege konzipiert ist, bei Bedarf jedoch erweitert werden kann. Der Zaunverlauf muss gemäht werden, damit einzelne Halme keinen Strom ableiten. Um die Brut nicht unnötig lange zu stören, muss er möglichst schnell aufgebaut werden können. Da es im Naturschutzgebiet keinen Stromanschluss gibt, wird Sonnenenergie genutzt, um die Batterie zu laden: eine nachhaltige Lösung für den Artenschutz!
Um zu prüfen, ob eventuelle Beutegreifer aus der Luft das Gelege gefährden oder bestimmte Säugetiere den Zaun doch passieren können, werden Fotokameras eingesetzt. Auch andere Störungen, wie unbefugtes Betreten im Schutzgebiet, können so erkannt werden.
Finanziert wurde der Elektrozaun durch Mittel des EU-LIFE Projekts Wiesenvögel NRW. Unter der Leitung des Landesamts für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz arbeiten darin mehrere Biologische Stationen in NRW und die niederländische Organisation SOVON am Schutz der Wiesenvögel.

Im hohen Gras sind Bodenbrüter für Menschen fast nicht zu erkennen. Fuchs, Marder und Co. haben jedoch einen ausgesprochen guten Geruchssinn. Findet jemand den Vogel auf dem Bild?




